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BIOFLY - biologische Milben-Schädlingsbekämpfung und natürliche Bestäubung durch Hummeln
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Hummeln - Natürliche Bestäubung

Ihr Profi in Sachen Hummeln

Über 30 Jahre Erfahrung mit Bienen und Hummeln, als Bestäubungsimkerei zertifiziert, anerkannter Betrieb der deutsch - niederländischen Bestäubungskommission und Mitglied im Deutschen Berufsimkerbund – all das garantiert Ihnen kompetente Beratung, hohe Qualität und Zuverlässigkeit. Wir beraten Sie gern.


Natürliche Helfer

Seit Jahrmillionen sichern Insekten wie Hummeln und Bienen die Bestäubung unserer Pflanzen. Seit einigen Jahren jedoch verzeichnen wir einen dramatischen Rückgang der natürlichen Bestäuber. Daher werden Hummelvölker für die biologische Bestäubung von Obst- und Gemüsekulturen gezüchtet, die dann gezielt und kontrolliert eingesetzt werden können.


Hummeln zur Bestäubung

Hummeln für den Garten zur Bestäubung - Hummeln kaufenEin Hummelvolk besteht aus einer Königin, einem Brutnest (Puppen, Eier und Larven) und den Arbeiterinnen. Für den gezielten Einsatz muss das Hummelvolk komplett mit seinem Nest transportierbar und flexibel sein - zu diesem Zweck wurde NATUPOL entwickelt. NATUPOL ist ansprechend gestaltet und beherbergt jeweils ein komplettes Hummelvolk sowie ein Behältnis mit Nährlösung.

Diese Transportbox bietet den Hummeln den Raum, den sie zum Leben benötigen - ihre Nahrung in Form von Pollen und Nektar holen sie sich aus der Umgebung. So sind Ihre Hummeln überall einsetzbar, wo es blüht. Sie benötigen lediglich eine feste Standfläche und einen regensicheren, windgeschützten Platz.

Die Hummeln sollten ca. eine Woche vor Blühbeginn bei Ihnen (mit geöffneten Fluglöchern) aufgestellt werden.


Aufstellung der Hummelkästen:

  1. Paket-Umverpackung entfernen und Hummelkasten herausnehmen.
  2. Hummelvolk im Pappkarton an eine regen- und sonnengeschützte Stelle stellen. Ameisen sollten den Hummelkasten nicht erreichen können. Notfalls Leimring als Barriere  benutzen. Hummelkasten vor dem Öffnen am gewählten Standort ca. 30 Minuten geschlossen lassen, damit das Hummelvolk zur Ruhe kommt.
  3. Anschließend Schieberegler (Fluglochschieber) soweit hochziehen, dass beide Löcher (Ein- und Ausflugloch) geöffnet sind. Schieberegler im Normalzustand in dieser Stellung belassen.


Das Hummelvolk lebt ca. sechs bis acht Wochen; so lange reicht auch die mitgelieferte Zuckernährlösung. Soll über einen längeren Zeitraum bestäubt werden, müssen Sie gegen Ende des Lebenszyklusses ein oder mehrere neue Völker aussetzen.



Zuverlässig & robust

Im Gegensatz zu Bienen fliegen Hummeln auch bei widrigen Witterungsverhältnissen. Niedrige Temperaturen, bedeckter Himmel, Wind und leichter Regen machen ihnen nichts aus. So können Sie jederzeit sicher sein, dass Ihre Pflanzen, Sträucher und Obstbäume unabhängig von Wind und Wetter zuverlässig bestäubt werden - das garantiert eine gute Ernte und hohe Qualität. Ob Sie privat Obst und Gemüse anbauen oder einfach nur Freude an den sympathischen Tierchen haben: 

Hummeln sind die perfekte Unterstützung, um Ihre Ernteerträge auf natürliche Weise zu steigern.


Biologie der Hummeln

Unsere Hummelkästen enthalten die dunkle Erdhummel, Bombus terrestris. Hummeln gehören zur Familie der Bienen, der Apidae.

Hummeln bauen ein Nest, aber im Gegensatz zu Honigbienen sind Hummeln nur „einjährig“ und leben nur einen Sommer lang. 
Honigbienen überwintern als ganzes Bienenvolk mit Königin und Arbeiterinnen. Eine Bienenkönigin kann mehrere Jahre alt werden, kann jedoch ohne ihren Hofstaat nicht überleben. 
Da Hummeln nicht als Volk überwintern, legen Hummeln keine großen Vorräte an. Meistens haben Hummeln den gesammelten Nektar und Pollen des Tages über Nacht an ihre Brut verfüttert und die Arbeiterinnen müssen am nächsten Tag wieder ausfliegen, um neues Futter zu sammeln. Dies garantiert eine ständige Aktivität der Hummelkolonie und sorgt auch unabhängig von Temperatur und Niederschlag für eine gute Bestäubung.

In der Natur startet ein Hummelvolk im zeitigen Frühjahr mit einer Hummelkönigin, die in der Erde überwintert hat.

Im zeitigen Frühjahr, bedingt durch ansteigende Temperaturen, erwacht die junge Hummelkönigin in der Erde aus ihrem Winterschlaf, verläßt ihr Winterquatier und kehrt zurück an die Erdoberfläche. Unmittelbar nachdem sich die junge Königin mit Nektar und Pollen versorgt hat um sich nach der Überwinterung zu stärken, beginnt sie damit einen geeigneten Nistplatz zu suchen. Meist sind es verlassene Mäusenester die sie zur Gründung einer neuen Hummelkolonie aufsucht. Hat sich die Hummelkönigin für einen Nistplatz entschieden, baut sie einen kleinen Honigtopf aus Wachs. Dieses Wachs produziert die Königin selbst zwischen Bauchsegmenten.

Sie beginnt daraufhin mit dem Sammeln von Pollen und Nektar in der Umgebung. Der Nektar wird in den Honigtopf eingetragen und aus dem gesammelten Pollen werden kleine Kugeln (vermischt mit Nektar) als Vorrat für die zukünftige Brut angelegt.

Die junge Hummelkönigin legt eine Gruppe von befruchteten Eier auf die Pollenkugeln. Um die zukünftige Brut zu erwärmen und warm zu halten, legt sich die Königen ganz flach auf die Eier. Die Unterseite ihres Brustkorbes ist haarlos. Dadurch ist es ihr möglich ihre Körperwärme effizient zu übertragen. Sie hält die zukünftige Hummelkolonie bei einer Temperatur von rund 30° C. Während dieser Zeit verlässt sie die Nisthöhle nur noch für kurze Sammelausflüge. Sobald aus den Eiern junge Larven geschlüpft sind, ernähren sich diese von dem Pollen und Nektar (Pollenkugel). Der Pollen ist reich an Eiweiß, und lässt die Larven schnell wachsen. Nach ca. 10-14 Tagen verpuppen sich die Larven und nach weiteren zwei Wochen schlüpfen die ersten jungen Arbeiterinnen.

Ab diesem Zeitpunkt übernehmen die Arbeiterinnen die Aufzucht der Brut, sowie das Sammeln von Nektar und Pollen. Die Hummelkönigin verlässt das Hummelnest nicht mehr. Ihre Aufgabe besteht nun hauptsächlich Eier zu legen. Je nach Verfügbarkeit von Pollen und Nektar kann sich ein Hummelvolk auf eine Anzahl von 80-400 Individuen entwickeln.

Auf dem Höhepunkt der Entwicklung der Hummelkolonie, werden nur noch Königinnen und männliche Hummeln (Drohnen) hervorgehen. Die alte Hummelkönigin wird im Volk abgestochen. Die jungen Hummelköniginnen verpaaren sich mit den männlichen Hummeln.

Die jungen verpaarten Königinnen fressen sich ein Eiweißpolster an und gehen in die Winterruhe in den Erdboden. Das alte Hummelvolk zerfällt und geht ein.

Die jungen Hummelköniginnen graben sich in den Erdboden ein und überwintern dort bis zum kommenden Frühjahr.

Unsere Hummelkolonien werden witterungsunabhängig und ganzjährig unter Quarantäne von der Firma Koppert Biological Systems gezüchtet. Die Hummeln sind in Hummelkästen das ganze Jahr in gleichbleibender Qualität und Volksstärke verfügbar. Dies sichert und garantiert eine gute und natürliche Bestäubung Ihrer Kulturen.


Lebenszyklus der Hummel - Biofly

 



Achtung!

Hummeln können stechen. Bitte beachten Sie diese Sicherheitshinweise. Wir übernehmen keinerlei Haftung bei Hummelstichen. Der Erwerb und die Nutzung der Hummeln erfolgt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Mit diesem Hinweis akzeptiert der Kunde bei einer späteren Bestellung die Risiken. Besonders Allergiker (auf Insektenstiche) sollten keine Hummeln erwerben, bzw. diese Aufstellen.


Sicherheitshinweise - Behandlung von Hummelstichen und Allergien

1. Stiche durch Hummeln und Bienen
Bei Hummeln haben genau wie bei Bienen und Wespen nur die Königinnen und Arbeiterinnen einen Stachel. Die Drohnen (Männchen) besitzen einen solchen nicht. Der so genannte Wehrstachel dient der Verteidigung. Kommt es zum Stich, wird über den Stachel eine geringe Menge Gift in den Körper gepumpt. Beim Menschen führt dies meist zu einem kürzeren, starken Schmerz, der schon bald wieder abklingt. Einige Menschen (ca. 1 Prozent) reagieren auf das Stichgift jedoch allergisch.

Die Reaktion auf einen Hummelstich kann pro Vorfall unterschiedlich ausfallen.
Der Hummelstachel hat keine Widerhaken, weshalb Arbeiterinnen und Königinnen den Stachel wieder zurückziehen und unter Umständen erneut stechen können. Der Stachel der Honigbiene hingegen weist Widerhaken auf. Wenn eine Biene versucht, den Stachel zurückzuziehen, wird dieser zusammen mit der Giftblase aus dem Hinterleib gerissen.

2. Wie kann man sich vor Hummelstichen schützen?
In erster Linie kommt es darauf an, mit den Hummeln RUHIG umzugehen. Das bedeutet unter anderem, nicht nach ihnen zu schlagen und nicht gegen den Nistkasten zu stoßen. Außerdem können Hummeln aggressiv auf zu viele Gerüche reagieren, wie zum Beispiel Alkohol, Schweiß, Parfüm, parfümierte Seife, Aftershave usw. Auch Ringe, Armbänder und Uhren können sie aggressiv stimmen (was insbesondere auf den Geruch des oxidierten Materials zwischen Haut und Ring, Armband sowie Uhr zurückzuführen ist). Demnach gilt das Motto: Vorbeugen ist besser als Heilen!

3. Gestochen? Mögliche Reaktionen und Behandlung

3.1. Lokale (nicht allergische) Reaktion
Normalerweise tritt nach dem Stich rund um die Einstichstelle eine Schwellung auf. Dabei handelt es sich um eine örtlich begrenzte, nicht allergische Reaktion. Der geschwollene Bereich ist gerötet und juckt. Die Reaktion kann sofort eintreten, zeigt sich meist jedoch erst mehrere Stunden nach dem Stich. Die Schwellung und der Juckreiz können mehrere Stunden und manchmal auch Tage anhalten. In einigen Fällen kann ein größerer Hautbereich um die Einstichstelle reagieren; dann dauert es entsprechend länger, bis die Schwellung sich zurückbildet. Doch auch dies ist noch eine lokal begrenzte, nicht allergische Reaktion.

3.1.1. Behandlung einer lokal begrenzten (nicht allergischen) Reaktion
Eine medizinische Behandlung ist in diesem Fall nicht notwendig. Trotzdem können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um die örtliche Reaktion zu mildern, insbesondere wenn sich die Einstichstelle an einer empfindlichen Körperstelle wie zum Beispiel an den Augen befindet. So sollte möglichst schnell nach dem Stich ein entzündungshemmendes Mittel wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Ibuprofen eingenommen werden. Auch kann die Einstichstelle mit kalten Kompressen gekühlt werden. Darüber hinaus sind in der Apotheke Juckreiz stillende Salben erhältlich (zum Beispiel Azaron mit dem Wirkstoff Diethyl-m-Toluamid). In dem seltenen Fall, dass in Mund oder Rachen gestochen wurde, ist die Fahrt ins Krankenhaus ratsam, weil es zu einer Blockierung der Luftwege kommen kann. Im Krankenhaus werden unter anderem Corticosteroide (zum Beispiel Prednison) verabreicht und der Patient wird zur Beobachtung da behalten

3.2. Allergische Reaktion
Nur ungefähr 1 Prozent der Bevölkerung zeigt nach wiederholten Stichen (manchmal schon beim zweiten oder dritten Stich) eine allergische Reaktion, die auch als generalisierte, systemische oder anaphylaktische Reaktion bezeichnet werden kann. Weil bei einer allergischen Reaktion Antikörper aktiviert werden, die bei einem früheren Stich gebildet wurden, kann eine allergische Reaktion nie beim allerersten Stich auftreten. Allergische Reaktionen treten meist kurz nach dem Stich zutage (innerhalb der ersten Sekunden bis zu 15 Minuten später).

Die allergische Reaktion wird in vier Schweregrade unterteilt. Dieser nimmt von 1 nach 4 zu:
Grad 1 – Juckreiz, Hautrötung und Schwellungen (Nesselausschlag - Urtikaria) am gesamten Körper
Grad 2 – zusätzlich zu den Symptomen von Grad 1 Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Durchfall)
Grad 3 – zusätzlich zu Symptomen von Grad 1 und/oder 2 Atemnot und/oder Erstickungsangst
Grad 4 – zusätzlich zu Symptomen von Grad 1 und/oder 2 und/oder 3 Herzklopfen (Herzjagen?) und anaphylaktischer Schock

3.2.1. Behandlung einer allergischen Reaktion
Bei Erbrechen, wenigstens aber den Symptomen von Grad 3 oder 4 ist ein sofortiger Transport in das Krankenhaus erforderlich! Bei einer Reaktion ersten Grades kann beschlossen werden, abzuwarten, aber auch in diesem Fall ist eine Beobachtung im Krankenhaus empfehlenswert, weil die Reaktion im weiteren Zeitverlauf an Intensität zunehmen kann.
Bei Auftreten einer allergischen Reaktion ist die Gabe eines Antihistamins (zum Beispiel Clemastin / Tavegil) sinnvoll, das nur auf Rezept erhältlich ist. Dadurch werden Schwellungen bekämpft, die durch das im Gift enthaltene Histamin verursacht werden. Manchmal werden auch Corticosteroide verschrieben. 

Bei Reaktionen dritten und vierten Grades ist es erforderlich, zuallererst Adrenalin zu verabreichen. Adrenalin (kann über einen EpiPen-Autoinjektor selbst gespritzt werden) stimuliert das Herz, verengt die Blutgefäße und erweitert die Luftwege. EpiPen ist nur auf Rezept erhältlich und wird von Ärzten zum Beispiel nach einer vorausgegangenen allergischen Reaktion auf einen Hummelstich verordnet. In Betrieben, die mit Hummeln arbeiten, steht EpiPen unter Umständen zur Verfügung.

3.2.2. Informationen für Ärzte
Ausführliche Informationen darüber, wie allergische Reaktionen ärztlich behandelt werden, erhalten Sie bei Koppert auf Anfrage.

3.2.3. Mit einer Hummelallergie leben
Wer auf einen Hummelstich allergisch reagiert hat, muss nicht zwangsläufig bei einem Folgestich erneut allergisch reagieren. Insbesondere bei allergischen Reaktionen ersten oder zweiten Grades ist die Wahrscheinlichkeit gering. Mittlerweile kann man einen Test mit gereinigtem Hummelgift durchführen lassen, um festzustellen, ob man bei einem Folgestich erneut mit einer allergischen Reaktion rechnen muss. Das gereinigte Gift kann auch für eine Desensibilisierungsbehandlung verwendet werden. Die Hyposensibilisierungskur/Immuntherapie gegen Hummelgift bietet nicht unbedingt auch Schutz vor dem Gift von Bienen und Wespen. Umgekehrt bietet eine Hyposensibilisierungskur/Immuntherapie gegen Bienengift nicht automatisch auch Schutz gegen das Gift von Hummeln.

Eine entsprechende Kur zielt darauf ab, den Körper gegen Hummelgift unempfindlich zu machen. Wer keine Desensibilisierungsbehandlung durchführen lassen möchte, kann sich ein Rezept für Epipen (Adrenalin-Spritze) besorgen. Dies ist ein Autoinjektor, den man bei sich trägt und mit dem nach einem Stich Adrenalin in den Oberschenkel gespritzt wird.
Allergietests und Desensibilisierungsbehandlungen werden unter anderem von der Abteilung Allergologie, Erasmus MC, Dr. Molewaterplein 40, Rotterdam, oder im RdGG (Dr. De Groot) am Standort Diakonessenhuis in Voorburg durchgeführt.

3.2.4. Toxische Reaktionen
Eine toxische Reaktion kann auftreten, wenn man innerhalb kurzer Zeit einige dutzend Mal gestochen wird. Allgemeinreaktionen des Nervensystems und/oder Herz-Kreislaufsystems (Herzrhythmusstörungen, Atemnot) können die Folge sein. Auch in einem solchen Fall muss die Person zur Beobachtung und zur Ergreifung unterstützender Maßnahmen ins Krankenhaus gebracht werden.

3.2.5. Hyperventilation
Neben einer starken allergischen Reaktion (Grad 4) kann eine schreckbedingte Hyperventilation zu Bewusstlosigkeit führen. Auch in diesem Fall ist der Notarzt zu alarmieren.

3.2.6. Erhöhtes Risiko
Bei Einnahme bestimmter Medikamente, so genannter Betablocker, wie auch bei Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko, nach einem Hummelstich eine allergische Reaktion zu zeigen.

Literatur
De Groot H.: Allergie voor insecten, Huisarts en Wetenschap 2002; 45 (7):362-7.
De Groot H.: Allergy to bumble bees. Curr Opin Allergy Clin Immunol 2006; 6:294-7.

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